Alles auf einen Blick

Besenreiser

Besenreiser sind kleinste, direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Äderchen. Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf , sind meist harmlos und eher ein kosmetisches Problem.

Einleitung

Als Besenreiser bezeichnet man kleinste, direkt unter der Haut verlaufende Äderchen, die meist fächerförmig auftreten. Der Name Besenreiser entstand, weil diese in Form und Art der Verzweigung den kleinen Ästchen ähneln, die früher zu Kehrbesen zusammengebunden wurden. Meist sind Frauen davon betroffen, sie treten aber ebenso wie Krampfadern auch bei Männern auf. Etwa 60 % aller Männer und Frauen zwischen 20 und 60 Jahre haben Besenreiser. Sie sind zwar im medizinischen Sinne nicht gefährlich, stellen aber für viele Betroffene ein ästhetisches Problem dar.

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind winzige, in der obersten Hautschicht verlaufende, kleine rötlich-bläuliche Äderchen, die sich fächerartig ausbreiten. Sie gelten als erstes Zeichen von belasteten Venen. Üblicherweise machen Sie keine Beschwerden, es handelt sich ausschließlich um ein kosmetisches Problem. Sie können an allen Stellen der Haut auftreten, erscheinen jedoch zumeist an den Innenseiten der Unterschenkel, an den Oberschenkeln und an den Fußrändern. Die Veranlagung ist oft erblich bedingt.

Auslösende Faktoren sind zusätzlich:
  • Bewegungsarmut
  • Übergewicht
  • Langes Stehen oder Sitzen
  • Rauchen
Wie werden Besenreiser behandelt?

Eine wirkungsvolle Therapiemethode von Besenreisern ist die so genannte Verödung. Die Verödungsbehandlung, auch Sklerosierungstherapie genannt, ist die gezielte Ausschaltung von kleinen venösen Blutgefäßen durch das Einspritzen eines Wirkstoffes direkt in das Gefäß. Hierdurch wird eine Gerinnung des in den Äderchen vorhandenen Blutes ausgelöst. Dies führt zur lokalen sterilen (bakterienfreien) Entzündung der Innenwand der Vene. In der Folge führt dies dann zur Verklebung der Venenwände und die Besenreiser verschwinden. Die Behandlung ist schmerzarm und kann beliebig oft wiederholt werden. Je nach Ausmaß des Befundes muss die Behandlung auf mehrere Termine verteilt werden, da keine zu große Menge des Wirkstoffes gleichzeitig gegeben werden darf. In manchen Fällen ist es jedoch nicht möglich, alle Besenreiser zum Verschwinden zu bringen, eine kosmetische Verbesserung tritt aber immer ein.

Die Kosten für eine Verödung von Besenreisern übernimmt Ihre Krankenkasse nur dann, wenn medizinische Gründe dafür vorliegen (z.B. bei einer begleitenden Krampfadernerkrankung, welche ebenso einer Therapie bedarf). Handelt es sich um eine rein kosmetische Behandlung, müssen die Kosten von Ihnen selbst übernommen werden.

Kann es Komplikationen geben?

Keine Behandlungsmethode einer Erkrankung ist völlig frei von unerwünschten Wirkungen. Insgesamt ist die Besenreiserverödung aber eine sehr sichere, risikoarme Behandlungsmethode.

Gelegentlich bilden sich nach der Verödung als Folge der Entzündungsreaktion kleinste rötlich-bläuliche Gefäße im Bereich um die behandelte Vene, man nennt dies "Matting".

In manchen Fällen kommt es in Folge der Behandlung zu Pigmentverschiebungen der Haut, das heißt die behandelten Hautareale verfärben sich hell oder dunkel, meist bräunlich. In den meisten Fällen ist diese Verfärbung jedoch nur vorübergehend.

Da nur sehr kleine Gefäße mit einer sehr feinen Nadel behandelt werden, sind stärkere Blutungen, insbesondere Nachblutungen, nicht zu beobachten. Blutergüsse sind jedoch lokal möglich.

In seltenen Fällen kann die Injektion des Verödungsmittels zu geringen lokalen Schwellungen führen. Auch kann das Eindringen des Medikamentes in das umliegende Gewebe zu örtlichen Gewebeschäden mit Ausbildung einer kleinen Hautwunde führen.

Bei vorbelasteten Patienten kann als Reaktion auf das eingespritzte Medikament ein Migräneanfall ausgelöst werden, ebenso sind allergische Reaktionen möglich.

Wie geht es nach der Behandlung weiter?

Nach der Behandlung wird die Einstichstelle mit einem kleinen Druckverband versorgt. Im Anschluss daran sollten Sie sich viel bewegen. Jedoch sollten Sie in den ersten Tagen auf Saunabesuche und ausgeprägte UV-Einstrahlung (Sonnenbaden, Solarium) verzichten.

In den ersten Tagen erscheinen behandelte Besenreiser besonders rot, gefolgt von einer dunklen bräunlichen Hautverfärbung. Lassen Sie sich davon nicht erschrecken, diese bildet sich nach wenigen Wochen zurück.