Welche Symptome treten bei einer arteriellen Durchblutungsstörung auf?

Heimtückisch an der Schaufensterkrankheit ist, dass man sie lange Zeit nicht bemerkt. Die typischen Schmerzen in den Beinen (Wade, Fuß, seltener Oberschenkel oder Gesäß), die nach dem Zurücklegen einer gewissen Wegstrecke auftreten und beim Stehenbleiben wieder abklingen, treten erst auf, wenn das Gefäß schon über 50 % eingeengt ist. Die Krankheit wird also zumeist erst in einem bereits recht fortgeschrittenen Stadium bemerkt und schreitet ohne Behandlung weiter voran. Hinzu kommt, dass in der Regel nicht nur die Beinarterien von der Arteriosklerose betroffen sind, sondern auch die Gefäße des Herzens und des Gehirns, ja aller Organe - so drohen zusätzlich beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Beschwerden der Betroffenen sind vom Stadium der Krankheit abhängig. Sie reichen anfangs von subjektiver Beschwerdelosigkeit ("asymptomatisches Stadium") über belastungsabhängige Schmerzen mit Einschränkung der Gehstrecke ("Claudicatio intermittens", oft zusammen mit einem einseitig kalten Fuß oder Bein) bis hin zum Absterben von Gewebe. Das Fortschreiten der Erkrankung zeigt sich in der Verkürzung der Zeitspanne zwischen Beginn der Belastung und Auftreten der Beschwerden. Die Lokalisation der Schmerzen (Waden-, Oberschenkel-, Gesäßmuskulatur) lässt auf die Höhe der Engstellung ("Stenose") oder des Verschlusses im Gefäß schließen.

Nach dem Schweregrad der Symptome wird die pAVK in verschiedene Stadien eingeteilt:
Stadium I

Die pAVK entwickelt sich allmählich und kann lange Zeit unbemerkt bleiben. Es findet jedoch schon eine Verengungen der Arterien statt, ohne dass jedoch Beschwerden auftreten.

Stadium II ("Schaufensterkrankheit")

Nach dem Gehen einer gewissen Strecke verspürt der Patient Schmerzen - häufig in der Wade, etwas seltener im Oberschenkel, Gesäß oder Fuß. Mit den Schmerzen signalisiert die Muskulatur, dass sie unter Sauerstoffmangel leidet. Beim Gehen wird sie nämlich stärker beansprucht, braucht mehr Sauerstoff und muss entsprechend besser durchblutet werden. Dies ist nun aber nicht möglich, durch die verengten Arterien kann nicht so viel Blut fließen wie benötigt wird. Die Schmerzen zwingen zu regelmäßigen Pausen, was diesem Krankheitsstadium den Namen gegeben hat. Nicht selten wird die Erholungspause durch den unauffälligen Halt vor einem Schaufenster getarnt.

Stadium III

Gelingt es nicht, die pAVK zu stoppen, wird die Durchblutung immer weiter behindert. Die Schmerzen stellen sich dann auch in Ruhe ein, besonders nachts, wenn die Beine liegen.

Stadium IV

Weitere Folgen der schlechten Durchblutung: auch kleinste Verletzungen heilen nur noch schlecht, Infektionen und Geschwüre können auftreten. Kann ein ausreichender Blutfluss nicht wieder hergestellt werden, stirbt Gewebe ab. Im schlimmsten Fall ist sogar eine Amputation notwendig.