Wie behandeln wir eine arterielle Durchblutungsstörung?

Grundsätzlich stehen je nach Lokalisation und Stadium des Gefäßschadens verschiedene und sehr unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
Im frühen Stadium der peripheren arteriellen Durchblutungsstörung bildet Gehtraining die Grundlage jeder Behandlung. Damit sollen die Beschwerden verringert und die Gehstrecke verlängert werden. Gerade die Bewegung zu üben, die doch Schmerzen hervorruft, erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich. Aber das regelmäßige Training ist erwiesenermaßen sehr wirksam. Es führt unter anderem zur Bildung neuer Blutgefäße, die einen verstopften Gefäßabschnitt umgehen und die Muskulatur wieder mit Sauerstoff versorgen können. Die Schmerzen nehmen ab, die mögliche Gehstrecke wird oft erheblich verlängert. Ein solches Training sollte täglich durchgeführt werden. Gut geeignet sind auch Radfahren oder Treppensteigen.

Zur Therapie der pAVK steht dem Arzt auch eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung: Thrombozytenfunktionshemmer (wie Aspirin ®) und Gerinnungshemmer sollen in erster Linie das Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder wenigstens verzögern.

Ganz besonders Wichtig ist auch das Ausschalten der Risikofaktoren. Verzicht auf Nikotin, Einstellung von Bluthochdruck und Diabetes sowie Senkung des Cholesterins sind hier dringend angezeigt.

Um die Engstellen der Arterien direkt anzugehen, sind invasive Maßnahmen möglich. Diese gliedern sich in Katheterverfahren mit ggf. zusätzlichem Einsetzen eines "Stents" (einem "Stützkorsett" für die Arterie) und operative Verfahren (Bypass-Operationen, dabei wird durch eine künstliche "Umleitung" der verschlossene Gefäßabschnitt überbrückt). Es sind jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen möglich, die von Grad und Länge der Verengung abhängig sind.