Welche Komplikationen können auftreten?

Durch eine Thrombose können in der betroffenen Vene die zarten Venenklappen geschädigt werden, so dass diese den Fluss des venösen Blutes in Richtung Herz nicht mehr lenken können. Dadurch schwillt die betroffene Extremität an, sie kann sich bläulich oder bräunlich verfärben und es kommt zu einer Verhärtung des Gewebes. Zahlreiche, bleibende Störungen des Blutkreislaufes sind die Folgen. Erste Anzeichen sind geschwollene, schwere Beine, Wassereinlagerungen im Gewebe ("Ödeme"), Krampfadern und im schlimmsten Fall eine hartnäckige Entzündung der Haut mit schlechten Heilungschancen - ein so genanntes offenes Bein ("Ulcus cruris"). Diese Auswirkungen werden als postthrombotisches Syndrom bezeichnet.

Die gefährlichste Komplikation ist jedoch eine Lungenembolie. Dabei löst sich ein Thrombus von der Gefäßwand ab und wird mit dem Blutstrom in die Lunge fort geschwemmt. Dies kann zu einer plötzlichen Überlastung des Herzens mit der Gefahr eines Herzstillstandes führen. Während kleinere Lungenembolien meist unbemerkt verlaufen, führen größere oft zum sofortigen Tod.

Anzeichen einer Lungenembolie können sein:
  • beschleunigter Puls, Herzrasen, Angstzustände, Schweißausbrüche
  • Atemnot
  • Blutdruckabfall
  • Schmerzen im Brustbereich
  • Husten (evtl. Bluthusten)
  • Schockzustand
  • Fieber

Folgeschaden einer seltenen septischen Thrombose kann eine Blutvergiftung ("Sepsis") sein, wenn Bakterien das Blutgerinnsel besiedeln und sich beim Transport des Thrombus über den Blutweg ausbreiten.